Mittwoch, 5. April 2017

Frühling in Calla 2017 II


Come away, o human child!
To the waters and the wild
With a faery, hand in hand,
For the world’s more full of weeping
than you can understand


Komm heran, Oh Menschenskind!
Zu den Wassern und der Wildnis
Hand in Hand mit einer Fee,
Denn die Welt ist weit mehr voller Tränen,
als Du verstehen kannst.

W.B. Yeats

Florian hat seinen Platz im Garten und abends stehe ich oft noch an dem Stein und lasse den Blick über die Küste gleiten - und bin erfüllt von Dankbarkeit, diesen Ort zu haben!  Florian ist präsent und bei uns.  Es bedarf keiner großen Rituale - er ist einfach dabei!
 

Das Wetter hatte ich - zum Glück - doch besonnen und endlich konnten die Spaziergänge an unseren Ständen länger und ausgedehnter werden!

Was uns dort in ungläubiges Staunen versetzt hat, waren die folgenden Szenen am Strand:



 Wenn man nämlich vergleicht, wie wir selbst bekleidet waren - dann läßt es ahnen, bei welchen Temperaturen diese Kinder im Wasser plantschten, als sei SOMMER :)




Was um diese Zeit - neben der Blüte der Narzissen - eine große Freude bereitet, sind die Jungtiere, die nun überall auf den Wiesen zu sehen sind:  Kälber und vor allem natürlich Schäfchen!  




Diese kleinen Schafe mit Mutter entdeckten wir auf unserem Weg zum Calla Beach in einer Hausruine.  Sie sind dort zum Schutz vor der Kälte untergebracht worden.  Wir lasen, dass es bei solchen Witterungen, wie in diesem Jahr, viele Kälber gibt, die erfrieren.




Sobald es sonnig ist, enfaltet sich die ganze Schönheit dieser besonderen Natur in ihren Farben vor uns und wir können uns nicht satt sehen - nie satt sehen...

 ...und es macht sich GLÜCK breit in uns, dieses besondere GLÜCK, das es nur am Meer gibt!





 Das Haus ist in gutem Zustand, der Winter hat ihm nicht viel anhaben können und Claudia pflegt es wirklich sehr gut! 
Der Garten ist noch in seiner Entfaltung und dennoch hatte Hans-Jürgen einige Arbeiten - wie das Pflanzen der Buchsbäume an der Front, die diese "Nüchternheit" etwas auflösen sollen :)  Es sieht schon sehr nach "Schule" aus.. 


 Das Frühstück können wir wieder im Sun-Room - und sogar im Freien an einigen Tagen genießen:  Was für ein Luxus im März!

In Clifden werden wir wieder herzlich begrüßt und empfangen. Wir tauschen uns über den Winter aus, dieser im vergangenen Jahr recht mild war und vor allem sind schwere Stürme ausgeblieben!

Noch ist es ruhig hier - obwohl bei diesem Wetter alle Stühle vor den Cafés und Pubs schnell belegt sind!  Noch sind kaum Touristen hier und vor allem die Wohnmobile fehlen, was den Verkehr sehr entlastet und angenehm macht!
Bald wird sich das Bild ändern...





Dies schöne Geschenk eines Gastes (danke, liebe Manu!!) wartete auf uns.
Es ist schön, zu lesen und zu hören, dass sich die Menschen, die zu uns kommen, wohl fühlen im Haus und diese Umgebung - jeder auf seine Weise - sich erschließt und uns mit der Begeisterung beschenkt!


Im Flug sind die Tage vergangen - und nur das Wissen um die baldige Rückkehr - hat den Abschied leicht gemacht.

 

Dienstag, 4. April 2017

Frühling in Calla 2017



Meine Lieben,
das war - so in etwa - mein Gefühl, bevor wir nach Connemara gestartet sind... Die Sehnsucht nach dem Gefühl des "nach-Hausekommens" in Irland war riesig und der Winter erschien mir noch länger als er ohnehin ist.. Wir wußten, dass im Garten die Narzissen blühen und dass das Haus auf uns wartet - um "gewartet" zu werden für das Jahr und die Gäste, die es erwartet! 


 Ich habe kein Tagebuch geschrieben, weil die Zeit (durch den Streik hier an den Berliner Flughäfen verkürzten sich die zwei Wochen noch um 2 Tage) mir die Ruhe nicht gab zum Schreiben. So schicke ich Euch einfach ein paar Foto-Eindrücke und hoffe, dass sie genau so viel sagen wie "viele Worte"...


St. Patricks Day war in diesem Jahr verregnet wie selten! Die Parade in Clifden war kurz und die Zuschauer sahen eher aus den umliegenden Pubs zu, als dass sie sich - wie wir - bis auf die Haut durchnässen liessen :)




 .... aber auch dieser "hard rain" hielt uns nicht ab, einen kurzen Abstecher zum
Strand zu machen, zumal Astrid uns besuchte :)


Farben wie auf einem Aquarell.. 
Und zu Hause brannte in den ersten Tagen schon am Nachmittag das Torffeuer! 



Báisteach má fheictear lasair ghorm as tine mhóna.
Regen, wenn im Torffeuer eine blaue Famme zu sehen ist.
 Ich habe so häufig versucht, in Worte zu kleiden, was sich an Gefühl hier an diesem Ort schon nach wenigen Stunden einstellt. Es ist eine besondere innere Harmonie, Ruhe breitet sich aus, man nimmt das Außen in sich auf - setzt sich dem aus, was IST und nimmt es an.
Wir hatten in den ersten Tagen "alle irischen Wetter" - und das oft innerhalb von einer halben Stunde.. wild und launisch!




 
Das Universum lädt uns förmlich von Natur aus dazu ein, uns auf die Reise zu begeben und es zu entdecken. Die Erde will, dass unser Geist aufmerksam zuhört und wachsam um sich blickt, damit wir ihre Geheimnisse erkennen und sie benennen können. Wir sind die Echo-Spiegel der kontemplativen Natur. Es ist eine unserer heiligsten Pflichten, offen zu sein für die feinen Stimmen des Universums, die in unserer Sehnsucht zum Leben erweckt werden. Aristoteles sagte, der Grund dafür, dass wir überhaupt etwas erkennen können, sei die -- innige und exakte -- formale Affinität, die zwischen uns und der Natur besteht.

John O‘Donohue

Gut, wieder in O'Donohue zu lesen. Er lädt einen an diesem Ort geradezu dazu
ein! 





Es ist die Zeit der Narzissen und wir erfreuen uns an ihnen jeden Morgen erneut, beim Blick in den Garten!  Die Wiesen um das Haus sind GRÜN... und die Kühe nebenan machen sich auf den mühsamen Weg durch die felsige, nasse Wiese hinunter zum See...


Wenn es dem "old man" nicht schnell genug geht, steht er mit seinem Stock und treibt sie an.  Ein herrliches Bild! 


Dies war Teil 1 

Montag, 6. März 2017

Springtime


The Sun does arise,
And make happy the skies;
The merry bells ring
To welcome the Spring;

The skylark and thrush,
The birds of the bush,
Sing lounder around
To the bells` chearful sound,
While our sports shall be seen
On the Echoing Green.

Old John, with white hair,
Does laugh away care,
Sitting under the oak,
Among the old folk.
They laugh at our play,
And soon they all say:

“Such, such were the joys
When we all, girls & boys,
In our youth time were seen
On the Eching Green.”

Till the little ones, weary,
No more can be merry;
The sun does descend,
And our sports have on end.
Round the laps of their mothers
Many sisters and brothers.
Like birds in their nest,
Are ready for rest,
And sports no more seen
On the darkening Green.

William Blake

Foto:  Unser irischer Garten im März 2016

Noch eine Woche bis zur Rückkehr nach Calla und die Vorfreude ist riesig!

Dienstag, 17. Januar 2017

Wild Atlantic Way


Ein "touristischer " Blick auf die wundervolle Westküste :)
aber auch der ist lohnend!

Samstag, 31. Dezember 2016

Irisches Weihnachtslied

 
 
Wenn der Gesang der Engel verstummt ist,
Wenn der Stern am Himmel untergegangen,
Wenn die Könige und Fürsten heimgekehrt,
Die Hirten mit ihrer Herde fortgezogen sind,
Dann erst beginnt das Werk von Weihnachten:
Die Verlorenen finden,
Die Zerbrochenen heilen,
Den Hungernden zu essen geben,
Die Gefangenen freilassen,
Die Völker aufrichten,
Den Menschen Frieden bringen,
In den Herzen musizieren.
 
 - Irisches Weihnachtslied -
 
Ich wünsche Euch ein von diesen Gedanken durchwobenes, gesundes und friedvolles Jahr 2017!

Freitag, 23. Dezember 2016

Stopping By Woods on a Snowy Evening


Whose woods these are I think I know.
His house is in the village though;
He will not see me stopping here
To watch his woods fill up with snow.

My little horse must think it queer
To stop without a farmhouse near
Between the woods and frozen lake
The darkest evening of the year.

He gives his harness bells a shake
To ask if there is some mistake.
The only other sound's the sweep
Of easy wind and downy flake.

The woods are lovely, dark and deep.
But I have promises to keep,
And miles to go before I sleep,
And miles to go before I sleep.
 Robert Frost

Sonntag, 18. Dezember 2016

HIDDEN BELONGING


We live such separate and often quite removed lives. Yet behind all this seeming separation a deeper unity anchors everything. This is one of the powerful intimations of the great religious traditions. The ideal of community is not the forcing together of separate individuals into the spurious unity of community. The great traditions tell us that community somehow already exists. When we come together in compassion and generosity, this hidden belonging begins to come alive between us. 

John O'Donohue